Gelangt das empfindliche Gleichgewicht der Darmbakterien ins Wanken, hat das meist sehr unangenehme Folgen. Eine unausgewogene Darmflora kann verschiedene Ursachen haben.

Stress & chronischer Stress

Stress schlägt zwar sprichwörtlich auf den Magen – aber auch der Darm wehrt sich gegen zu viel Unruhe. Wer sich also in Job oder Privatleben zu sehr aufreibt, setzt nicht nur seine psychische Gesundheit aufs Spiel: Die Darmschleimhaut kann durch Dauerstress in Mitleidenschaft gezogen werden. Pathogene – also krankheitserregende – Bakterien und andere Keime haben dadurch leichteres Spiel. Dann kann es helfen, den Darm zu unterstützen, um ihn in Balance zu halten.

Chronischer Stress kann sogar die Entstehung des sogenannten Reizdarmsyndroms begünstigen. Dabei erzeugen körperliche und psychische Symptome für Betroffene eine schwer zu durchbrechende Spirale von Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung, die den Tag zur Herausforderung machen können.

 

Antibiotika

Antibiotika bekämpfen Bakterien. Sie sind unverzichtbar bei bakteriell bedingten Infektionen. Aber Antibiotika unterscheiden nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien und greifen daher häufig auch die wichtigen gesundheitsfördernden Darmbakterien an.

Die Folge ist oftmals Durchfall, da Antibiotika die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen können. In der Fachsprache sind diese unschönen Folgen der Antibiotika-Einnahme auch als AAD bekannt (Antibiotika-assoziierte Diarrhö).

Auch für regelmäßige Magen-Darm-Beschwerden kann es verschiedene Ursachen geben:

Hormone

Frauen leiden zum Beispiel mehr als doppelt so häufig an Magen-Darm-Beschwerden wie Männer. Besonders während der Menstruation oder einer Schwangerschaft treten bei vielen Frauen vermehrt Verdauungsprobleme auf – Hormonschwankungen betreffen also nicht nur Gefühle und Emotionen, sondern tragen auch ihren Teil zur Unruhe im Darm bei.

Alter

Abgesehen vom Geschlecht kann das Alter bei wiederkehrenden Symptomen eine Rolle spielen: Im Laufe des Lebens entwickelt sich das individuelle Mikrobiom immer weiter und somit auch die Bakterienzusammensetzung im Darm. Sind dabei die verschiedenen Bakterienstämme nicht im Gleichgewicht, können sich diese Veränderungen ebenfalls auf unangenehme Art und Weise bemerkbar machen.